Jugendbeteiligung inklusiv gestalten. Zugänge für junge Menschen mit geistiger Behinderung oder Lernschwierigkeiten

Inklusion ist noch nicht erreicht, wenn ein rollstuhlgerechter Zugang zur Wahlurne bereitgestellt wird. Meist sind andere Stolpersteine für Menschen zu überwinden: komplizierte politische Begriffe und Strukturen sowie das Fehlen politisch-didaktischer Hilfen oder einer inklusiven Moderation.

Die UN-Menschenrechtscharta enthält das Recht auf Politische Teilhabe aller Menschen und § 41a der Gemeindeordnung verpflichtet alle Kommunen, junge Menschen “in allen sie betreffenden Belangen” zu beteiligen. Bei jungen Menschen mit Behinderung wird das oft nicht umgesetzt.

Hier liegt eine pädagogische, sozialpolitische und kommunale Aufgabe, jeder und jedem Jugendlichen einen individuellen Zugang zur politischen Teilhabe zu eröffnen.

Wie geht inklusiv wählen? Wie können Berührungsängste abgebaut werden? Wie kann ein junger Mensch mit Lernschwierigkeiten das Panaschieren erlernen? Welche Moderationshaltung und -technik ermöglicht das? Wie gelingt Informationsvermittlung im Parteiendschungel ohne Beeinflussung?

Eine Kommune gewinnt an Lebensqualität, wenn sie ihren Blick auf eine jugendgerechte inklusive Stadtentwicklung richtet: es wächst der Raum für ein nachhaltiges Zusammenleben im Quartier.
Das ist eine gemeinsame Aufgabe von Jugendhilfe, Sozialarbeit, Schule, Kommunen und Stadtplanung, Quartiersmanagement & Kirchen. Wie können gute Partnerschaften etwickelt werden?

Ziel ist es, die politische Beteiligung von vielfältigen jungen Menschen in den Kommunen gelingend zu gestalten.

https://www.ev-akademie-boll.de/tagung/331120.html

Herzlich Willkommen!

Sigrid Schöttle
Karl-Ulrich Templ
Döndü Oktay
Sabine Röck

Quelle: Evangelische Akademie Bad Boll